Die Abgründe meines Mannes: was ich erst nach Jahren herausfand

Bettina (51) lebt in zweiter Ehe mit Georg (61), der eine wilde Jugend hinter sich hat (Frauen, Süchte, viel Geld, dann alles verloren). Trotz vieler Unterschiede liebt sie ihn sehr. Dann kam eine Zeit ohne recht sexuellen Kontakt und dies gipfelte 2024 als Bettina im Keller einen Laptop fand. Der Mann hatte sie im Internet für Cuckolding angeboten. Sie vergab ihm. Doch seither lebt sie in Angst, dass er wieder in diese Sucht verfällt und sehnt sich nach Liebe.

Betreff: Die Abgründe meines Mannes 

Sehr geehrter Herr Dr. Bonelli, 

mein Name ist Bettina. Ich bin 51 Jahre alt, mein Mann, Georg, ist 61.  Aus erster Ehe habe ich vier erwachsene Kinder, die nicht mehr bei mir leben.  

Wir haben uns 2015 auf Facebook kennengelernt und ca. 1,5 Jahre miteinander geschrieben, bevor wir uns zum ersten Mal getroffen hatten. Es war die Zeit, als die Scheidung von meinem Ex-Mann bevorstand. Ich war völlig am Ende, da ich nicht mehr wusste, wie es weitergehen sollte. Schlussendlich haben mir meine Eltern geholfen und ich konnte mit den Kindern im Haus bleiben.  

Mein jetziger Mann war früher erfolgreicher Partyveranstalter in Deutschland, hatte aber alles verloren, was er besaß. Ich lernte ihn kennen, als er in einem Wohnwagen gelebt hatte und komplett in Süchten verfallen war. Das wusste ich aber nicht. Er spielte den ganzen Tag am Computer, sah sich Pornos an usw. Als Partyveranstalter hatte er auch ein wildes Leben gehabt mit etlichen Frauen, zum Teil gleichzeitig. Das schreckte mich sehr ab zuerst. Er beteuerte aber immer, dass er sich in keine der Frauen verliebt hätte, in mich und in meine Augen aber schon…und dass ich die Einzige wäre, die er heiraten würde. Als er 2017 zu mir zog, war er in meinen Augen richtig asozial…gemeinsames Essen und gemeinsames Zubettgehen waren ihm fremd.  

Alles, was für mich selbstverständlich war, war ein Kampf. Er war jähzornig und schlug auch etliche Sachen in meinem Haus kaputt. Aber irgendwie tat er mir immer leid. Und wenn ich es schaffte, mit ihm vernünftig zu reden, dann saß er oft da und weinte. So oft ließ er mich auch einfach im Streit zurück. Ich wusste nicht, wo er war und ob er wiederkommt. Die einzige Hoffnung, die ich noch hatte, war, ihn mit zu einem Gottesdienst zu nehmen. Ich komme aus einer evangelikalen Gemeinde. Mein Mann las dann auch die Bibel und bekehrte sich. Sein Jähzorn wurde auch um einiges besser.  

Aber Ende 2019 fand ich im Keller Bilder von anderen Frauen…ausgeschnitten aus einer Zeitung. Es traf mich wie ein Stich ins Herz. Er wollte nie darüber reden. Aber er machte Gedankenspiele mit diesen Bildern, aber nicht so, dass er mit den Frauen schlafen würde, sondern jemand anderes.  Er versprach, dass er damit aufhören würde, da er immer beteuert hatte, dass er das, wenn er mit mir zusammen wäre, nicht mehr brauchen würde. Aber dann kamen vier Jahre, in denen bei uns sexuell so gut wie nichts mehr gelaufen war. Er bekam Vorhofflimmern und musste Betablocker schlucken.  

Ich fragte ihn oft, ob er mich überhaupt noch lieben und begehren würde…wir waren erst zwei Jahre verheiratet. Mein Mann beteuerte stets, dass es nicht an mir liegen würde. Aber es beschäftigte mich sehr, und es demütigte mich auch.  

Zeitgleich distanzierte er sich immer mehr von mir, machte kaum noch etwas gemeinsam mit mir. Wir hatten wegen seiner Suchtgefahr die Abmachung, dass er nicht mehr ins Internet geht. Ich wollte nicht mehr ständig in Angst leben, und er schien das auch zu verstehen.  

Als ich dann im September 2024 plötzlich im hintersten Raum im Keller ein offenes Notebook fand, war mein Entsetzen groß. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte mein Mann mich auf diversen Seiten für Cuckolding angeboten…geschrieben, dass er selbst keinen Sex mehr mit mir bräuchte…er mich aber lieben würde. Ich war am Boden zerstört. Plötzlich schien mir klar, warum er mich aushungern hatte lassen. Er wusste, dass ich sowas nie mitmachen würde. Über diesen Schock hin fielen mir Haare ohne Ende aus und ich hatte eine Kieferentzündung, von der ich heute noch einen Knubbel am Unterkiefer habe.  

Trotzdem entschied ich mich, meinem Mann zu vergeben. Er versprach, dass er sowas nie mehr machen würde und dass es nur aus Verzweiflung wegen seinen Potenzproblemen geschehen wäre. Allerdings erfuhr ich, dass er sowas mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin auch real durchgezogen hatte.  

Seither lebe ich in ständiger Angst, kann ihn nicht mehr alleine Zuhause lassen und einem Job nachgehen, aus lauter Angst, dass er sonst wieder in die Sucht verfällt. Ich fühle mich mit meinen 51 Jahren, als ob mein Leben schon zu Ende wäre. Mittlerweile kann ich die Liebe, die ich mir so lange von ihm gewünscht hätte, nicht mehr annehmen, weil ich auch weiß, dass er sich solche Gedanken macht, wenn er mit mir schläft. 

Trotzdem sehne ich mich nach Liebe und merke, wie plötzlich andere Männer Zugang zu mir haben, was vorher unmöglich schien. Ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie ich mich jemals wieder geborgen bei meinem Mann fühlen kann und ob ich das überhaupt soll und will. 

Ich bin dankbar für eine Antwort von Ihnen, lieber Herr Dr. Bonelli! 

Liebe Grüße,

Die Auflösung dieses FALLES
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